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Wie der Maulwurf zu seiner Hose kam
Die Idee kam Zdeněk Miler 1956 bei einem Spaziergang in Prag, als er über einen Maulwurfshügel stolperte. Er suchte damals eine Tierfigur für einen Trickfilm über die Verarbeitung von Flachs. Daraus wurde 1957 „Wie der Maulwurf zu seiner Hose kam“, ein Film, der im selben Jahr in Venedig ausgezeichnet wurde. Bis 2002 entstanden viele weitere Folgen. In Deutschland kennen viele den Maulwurf aus der „Sendung mit der Maus“. Sogar ins All ist er gekommen: 2011 reiste ein Plüsch-Maulwurf an Bord der Raumfähre Endeavour.
Ein Held ohne Worte
Nur im ersten Film spricht der Maulwurf. Danach verständigt er sich mit kurzen Ausrufen und Lauten, eingesprochen von Milers Töchtern, und wird so in jedem Land verstanden. Für das eigene Spiel heißt das: Niemand muss Text lernen. Ein fröhliches „Ahoj!“ und ein Nicken der Handpuppe genügen, und die Geschichte hat begonnen.
Handpuppe oder Fingerpuppen?
Mit den bespielbaren Vorderbeinen gräbt sich die Handpuppe durch die Bettdecke und schaut nach, wer darunter schläft. Genäht werden Handpuppe und Fingerpuppen in Brünn, in der Manufaktur der Moravská ústředna Brno, aus der auch die munabo-Kasperlepuppen stammen. Die Fingerpuppen sind klein genug für jede Jackentasche und kommen so mit ins Wartezimmer oder auf eine lange Zugfahrt. Mit Maulwurf, Igel, Hase, Maus und Frosch sitzt die Freundesrunde auf den Fingern einer Hand.